Die Wirkung von Probiotika bei Allergien


Probiotika bei Allergien
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Es ist nachgewiesen, dass eine übermäßige Hygiene Allergien begünstigen kann. Insbesondere in zahlreichen westlichen Ländern wird das körpereigene Immunsystem nicht ausreichend von Opponenten gefordert. Aufgrund dessen wird das Immunsystem von vielzähligen harmlosen Substanzen angegriffen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass vor allem Stadtkinder vermehrt unter Allergien leiden, als Kinder, die in einem Dorf aufgewachsen sind. Die Darmflora baut sich bereits im Säuglingsalter auf.

Dies kann durchaus die Grundlage für spätere Allergien sein. Kinder, bei denen die Darmflora mit Milchsäure bildenden Bakterien besiedelt war, leiden im Erwachsenenalter weniger unter Allergien oder allergischen Erkrankungen. Wer regelmäßig Probiotika verzehrt, reduziert die Infektanfälligkeit. Das gilt vor allem ebenso für atopische Erkrankungen wie Neurodermitis, Ekzeme, Heuschnupfen oder allergisches Asthma.

Mit Probiotika Abhilfe schaffen

Es ist darüber hinaus nachgewiesen, dass sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Glutenintoleranz durch Probiotika positiv beeinflussen lassen. Allergene werden durch Nahrungsmittelbestandteile über die Darmwand in das Blut übertragen. Das gilt vor allem für die Substanzen die Unverträglichkeiten auslösen, jedoch ebenso für tatsächliche Allergene. Probiotika bilden eine Barriere auf der Darmwand. Diese trennen den Darminhalt und die Darmschleimhäute voneinander. Aufgrund dessen werden weniger Allergene vom Körper aufgenommen.

Ferner wird durch die Einnahme von Probiotika ebenfalls Immunglobulin A gebildet. Hierbei handelt es sich um einen Abwehrstoff, der bei Entzündungen in der Darmschleimhaut eine bedeutsame Rolle spielt. Entzündungen werden verringert, was einen gewissen Schutz vor Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit sich bringt.

Die Menge an Probiotika hat entscheidenden Einfluss

Um Allergien zu behandeln, müssten Betroffene eine großzügige Menge an Probiotika aufnehmen. Durch eine probiotische Ernährung allein ist dies kaum möglich. Ein Beispiel: Ein herkömmlicher Naturjoghurt verfügt über etwa 105 koloniebildende Einheiten von Milchsäure bildenden Bakterien. Ein probiotisches Präparat hingegen enthält etwa 120 bis 1000 koloniebildende Einheiten. Um Allergien mit Probiotika zu behandeln, müssten Betroffene zwischen 600 und 1000 koloniebildende Einheiten zu sich nehmen. Eine solch hohe Dosierung wird bei Durchfallerkrankungen erfolgreich eingesetzt.

Mit Probiotika Allergien vorbeugen und behandeln

Probiotika eignen sich dafür, Allergien vorzubeugen und zu behandeln. Hierbei ist die Dauer der Behandlung von großer Bedeutung. Je länger Betroffene Probiotika einnehmen, desto beachtenswerter ist die Wirkung. Das Gleiche gilt für den Zeitpunkt der Einnahme. Je früher Betroffene mit der Aufnahme beginnen, desto besser stehen die Chancen. Jedoch ist anzuraten, eine Behandlung mit Probiotika zu beginnen – selbst dann, wenn bereits Allergien oder Unverträglichkeiten ausgebrochen sind.

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