Die Wirkung von Präbiotika


Chicoree ist reich an Präbiotika
Chicorée © pilipphoto / Fotolia

Bei Präbiotika handelt es sich um eine besondere Erscheinungsform von Ballaststoffen, die Menschen nicht selbst verdauen können. Im Gegensatz zu anderen Nährstoffen werden diese nicht direkt im Darm aufgenommen. Präbiotika wandern zunächst unverdaut vom Magen in den Dünndarm. Anschließend bewegen sie sich in den Dickdarm und fungieren an dieser Stelle der nützlichen Darmflora als Energiequelle. So fördern sie das Wachstum sowie die Aktivität. Präbiotika dienen vor allem als Mahlzeit für die guten Darmbakterien. Ferner zählen sie zu der Fraktion der löslichen Ballaststoffe und sind überwiegend in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten.

Zusätzliche bedeutsame Effekte von Präbiotika

Präbiotika versorgen die Darmbakterien nicht ausschließlich mit Nahrung, sondern sorgen darüber hinaus für eine hervorragende Balance im Ökosystem Darm. Ferner haben sie Einfluss auf die Verdauungsfunktion sowie auf die Kalzium-Aufnahme. Präbiotika erhöhen die Bakterienmasse und fördern eine vermehrte Stuhlmenge. Das führt vor allem zu einer herkömmlichen Stuhlfrequenz. Die Darmbakterien produzieren aus Präbiotika nützliche kurzkettige Fettsäuren. Dazu zählen Acetat, Propinat sowie Butyrat. Welche bedeutende Wirkung kurzkettige Fettsäuren auf die Gesundheit haben, wird nachfolgend erklärt.

  • Sie stehen dem Darmepithel als Energiequelle zur Verfügung und begünstigen eine optimale Regeneration der Darmschleimhaut.
  • Sie senken den pH-Wert im Darm in die vollwertige physiologische Region.

Hohe Ansprüche an Präbiotika

Präbiotika zählen gänzlich zu den löslichen Ballaststoffen. Allerdings verfügen nicht alle Ballaststoffe über präbiotische Eigenschaften. Damit ein Ballaststoff als Präbiotikum bezeichnet werden kann, muss er nachfolgenden Punkten entsprechen.

  • Er muss gegenüber Magensäure sowie Verdauungsenzymen beständig sein.
  • Es darf keine Aufnahme im oberen Gastrointestinaltrakt stattfinden.
  • Er muss verdaut werden, um den Darmbakterien als Mahlzeit zu dienen.
  • Er muss dafür Sorge tragen, dass die Darmbakterien wachsen sowie aktiv werden.

Die wirkungsvolle Zufuhrmenge von Präbiotika beträgt erfahrungsgemäß vier Gramm. Jedoch ist anzuraten, dass empfindliche Personen zunächst mit niedrigeren Dosen beginnen. Der Verzehr von präbiotischen Stoffen ist anschließend bedächtig zu steigern. Nur so lässt sich einer unangenehmen Flatulenz vorbeugen.

In den nachfolgenden Nahrungsmitteln sind präbiotische Ballaststoffe enthalten

  • Artischocken
  • Chicorée
  • Lauch
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Weizen
  • Roggen
  • Bananen
  • Muttermilch ist ebenso reich an natürlichen Präbiotika. Damit fördert die Natur sowohl die Kinder als ebenfalls die kindlichen Mikrobiotika (Darmflora).

Ferner sind Präbiotika in Brot- und Backwaren sowie in Backmischungen enthalten. Sie kommen in Milchmischerzeugnissen sowie Wurstwaren vor. Darüber hinaus sind Präbiotika ebenso in Getränken wie Früchtetee und Erfrischungsgetränken enthalten.

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